Vortragsreihe „Strafe und Strafrecht“ SS 2011

Mittwochs, 14-tägig, 18 Uhr c. t.

Im Sommersemester 2011 veranstalten wir eine Vortragsreihe zum Thema „Strafe und Strafrecht“: Am Mittwoch 11. Mai um 18 Uhr in A 701 wird der Strafverteidiger Herr Rechtsanwalt Frank aus Konstanz von seiner Verteidigungsstrategie im Taximörderprozess berichten. Des weiteren erwarten wir Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht aus Freiburg zu den Themen Folter als Präventionsmittel und härtere Strafen für Sexualstraftäter. Auch Amnesty International wird mit einem Vortrag zum Thema Straftaten von Polizisten und deren Aufklärung vertreten sein.

Vortragsreihe „Strafe und Strafrecht“

  • RA Klaus G. A. Frank, „Der Taximörder – Fall – Einbeziehung der Strafvollstreckung in die Verteidigungsstrategie“, Mittwoch, 11. Mai 2011, 18 Uhr A 701

  • Prof. Dr., Prof. h.c. mult. Helmut Kury, „Brauchen wir härtere Strafen für Sexualstraftäter? – Zur Frage ob härtere Strafen mehr Sicherheit bringen“, Mittwoch, 25.5.2011, 18 Uhr c.t., A 704

Nächster Termin

  • Linus Sonderegger, lic. iur., Max-Planck-Institut Freiburg, „Rückkehr der Folter? Von der peinlichen Befragung zur Rettungsfolter„, Mittwoch, 8. Juni 2011, 18 Uhr A 704

Abstract

Das Bedürfnis der Gesellschaft nach Sicherheit hat auch vor dem Tabu der Folter nicht Halt gemacht. Vor dem Hintergrund, dass Folter von der Antike bis in die Neuzeit fester und rechtmäßiger Bestandteil des judiziellen Verfahrens war, stellt das absolute Verbot der Folter eine essentielle Errungenschaft des modernen Menschenrechtsschutzes dar und gilt als Inbegriff der Rechtsstaatlichkeit. Durch tragische Ereignisse wie die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 oder den Entführungsfall Jakob von Metzlers wird die Notwendigkeit und Legitimität des absoluten Folterverbots nunmehr auch in gefestigten Rechtsstaaten vermehrt angezweifelt.

  • Anne Klär, ref. iur., Amnesty International, Prozessbeobachterin im Fall Oury Jalloh, „Der Fall Oury Jalloh – Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei“, ACHTUNG: Donnerstag, 16. Juni 2011, 18 Uhr, A 703

Abstract

Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh, ein Asylbewerber aus Sierra Leone, in einer Zelle der Polizeiwache Dessau, wo man ihn an eine Liege gefesselt hatte. Nachdem der BGH das freisprechende Urteil aufgehoben hat, wird der Prozess gegen einen angeklagten Polizisten vor dem Landgericht Magdeburg neu aufgerollt. Der Vortrag zeigt Hintergründe und neue Entwicklungen in dem Fall auf. Der Fall wird in einen Gesamtzusammenhang gestellt mit der Thematik rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland und deren unzureichender Aufklärung

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